Propofol

Um die Mittagszeit zu einer einigermaßen unangenehmen Prozedur beim Gastroenterologen, die eine sogenannte “Schlafspritze” beinhaltet – auf Nachfrage bestätigt der Arzt, dass es sich um Propofol handelt. Nach der Behandlung muss ich noch eine Stunde auf einer Liege in einem sogenannten “Aufwachraum” verbringen, nur durch einen Paravent getrennt von meinem Nachbarn.

C. holt mich ab; sie hat Sushi mitgebracht und die kleinen türkischen Fladenbrote, die ich so liebe. So ein Ausflug in den Wedding hat auch seine guten Seiten. Am Nachmittag und am Abend weitere Lektüre in dem Herzog-Buch und der Watts-Autobiografie, wobei ich immer wieder wegdämmere – wohl Nachwirkungen der Schlafspritze. Früh zu Bett.

Berlin, 9.9.2021