Plop!

Vormittags im Garten. Bambusstangen geerntet und zurechtgeschnitten. Das gesammelte Wasser aus den Regentonnen in den Teich gepumpt. Wir haben mindestens fünf Frösche. Wenn ich sie beobachte, muss ich immer an das berühmte Haiku des japanischen Zen-Dichters Bashō denken:

Furu ike ya
Kawazu tobikomu
Mizu no oto

Es gibt viele mögliche Übersetzungen dieses Haikus. Mir gefällt diese am besten:

Uralter Teich
Ein Frosch springt hinein
Plop!

(“Mizu no oto” lässt sich auch mit “Das Geräusch des Wassers” übersetzen, wie es der hawaiianische Zen-Meister Robert Aitken getan hat, aber das lautmalerische “Plop!” finde ich an dieser Stelle treffender.)

Am Nachmittag mit M. im portugiesischen Café: Galão und Pasteis de Nata auf Plastikstühlen am Bürgersteig, Gespräch über Hip-Hop-Geschichte im Licht von Regionalität und Intergenerationalität.

In der Abendsonne unterwegs mit dem Cruiser-Skateboard. Das unverwechselbare Geräusch der Rollen auf Asphalt. Der leichte Fahrtwind. Freiheit.

Berlin, 31.7.2021