Herzog

Weiterhin mit Nachforschungen zu experimenteller elektronischer Musik aus dem Russland der 2010er Jahre beschäftigt. Wühle mich durch Community-Radiosendungen, DJ-Mixe, Bandcamp-Tapes, Youtube-Rips und die wenigen spärlichen Texte und Interviews, die es zum Thema gibt.

C. schenkt mir das neue Buch von Werner Herzog, “Das Dämmern der Welt”, eingeschlagen in einen Stoff, den sie damals heimlich in Kyoto gekauft hat. Ich bin zutiefst gerührt und fange noch am Abend an, die Geschichte über den japanischen Offizier Hiroo Onada zu lesen, der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges noch fast 30 Jahre auf der philippinischen Insel Lubang als Guerilla gegen amerikanische und philippinische Truppen kämpfte.

Jan hatte mir das Buch bei seinem Erscheinen vor einigen Wochen bereits empfohlen, davon wusste C. allerdings nichts. Sie weiß nur, wie sehr ich Werner Herzog bewundere. Besonders seine Dokumentarfilme haben es mir angetan. Ein paar meiner erklärten Lieblingsfilme aus seinem umfangreichen Werk:

“Gasherbrum” habe ich im Zug geschaut, auf der Rückfahrt von einer Alpenüberquerung zu Fuss, die C. und ich im Sommer 2019 unternommen haben. Ich zitiere den Film, der sich mit der Doppelbesteigung der Gipfel Gasherbrum I und II durch Reinhold Messner und Hans Kammerlander beschäftigt, auch in meinem Buch “Zen Style”. Die Filmmusik stammt von Popul Vuh, einer meiner liebsten Krautrock-Bands.

8.9.2021