Buddha Machine

Frühstück mit Jan im Michelberger. Zwei Becher ausgezeichneter Kaffee, obwohl ich sonst eigentlich keinen mehr trinke. Gutes, fast zweistündiges Gespräch. Jan schenkt mir die “Buddha Machine” – einen minimalistischen Taschen-Musikplayer, der von Philip Glass mit exklusiven Loops bestückt wurde. Ich bin sprachlos angesichts eines so schönen, aufmerksamen Geschenks.

Zum Mittag treffe ich meinen Arbeitskollegen M. in einem russischen Restaurant auf der Kopernikusstraße. Ich bestelle Pelmeni auf ukrainische Art, mit Kartoffeln, Kraut, Steinpilzen und Käse. Anschließend laufe ich wieder zur Warschauer Brücke herunter und treffe P., der aus Wiesbaden angereist ist. Wir spazieren durch Friedrichshain, diese merkwürdige Mischung aus den Überresten der alten Autonomenszene und gentrifiziertem Kommerz, landen aus alter Gewohnheit kurz im HHV-Plattenladen und setzen uns schließlich in irgendein Touristencafé. P. führt mit mir ein Interview über mein Buch für ein lokales Kulturmagazin. Ich habe in meinem Leben erst wenige Interviews gegeben. Ein seltsamer Rollentausch, aber das Gespräch gelingt.

Am späten Nachmittag radele ich nach Hause, vorbei an den sozialistischen Arbeiterpalästen und den Genossenschaftsplattenbauten. Ach, Ostberlin.

Berlin, 17.9.2021